Private Hilfsorganisationen in Deutschland

Home / Private Hilfsorganisationen in Deutschland - Mai 4, 2020 , by admin

Bedürftige erhalten in der Regel staatliche Leistungen. Allerdings erreichen die staatlichen Organisationen nicht alle Menschen, die in Armut leben und aus dem gängigen Raster fallen.

Hilfe für Kinder, die in Armut leben

Auch wenn es schwer vorstellbar erscheint, leben hierzulande etwa 2,7 Millionen Kinder in Armut. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Eltern arbeitslos sind. Bei zahlreichen Familien, vor allem kinderreichen, reicht das Geld häufig nicht aus, obwohl beide Elternteile arbeiten. Diese Kinder werden oftmals im sozialen Leben ausgegrenzt, da sich die Eltern Klassenfahrten oder andere Freizeitaktivitäten nicht leisten können.

Um diesen Kindern zu helfen, hat das Deutsche Kinderhilfswerk den Kindernothilfefonds ins Leben gerufen. Armen Familien wird auf diesem Wege auch dann geholfen, wenn staatliche Organisationen nicht rechtzeitig reagieren oder sich nicht zuständig fühlen. Einen Antrag auf Einzelfallhilfe können betroffene Familien oder Alleinerziehende auf der Seite des Deutschen Kinderhilfswerk stellen.

Die Tafeln – Unterstützung für Bedürftige

Im Jahre 1993 wurde in Berlin die erste deutsche Tafel gegründet. Das Konzept ist einfach aber innovativ. Die Mitarbeiter der Tafeln erhalten überschüssige Lebensmittel von Supermärkten, um daraus Mahlzeiten für bedürftige Menschen zuzubereiten. Bei den Lebensmitteln handelt es sich meist um leicht verderbliche Waren, wie Gemüse, Fleisch, Fisch und Milchprodukte. Am Anfang richtete sich das Angebot hauptsächlich an die Obdachlosen in Berlin. Heute gibt es in fast allen größeren Städten eine Tafel und es werden nicht nur Mahlzeiten angeboten, sondern auch Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände verkauft.

Um bei der Tafel einkaufen zu dürfen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt und eine gewisse Einkommensgrenze darf nicht überschritten werden. Die Zielgruppe besteht hauptsächlich aus Hartz-IV-Empfängern, Rentnern und Asylbewerbern. Außerdem werden die Waren nicht überall völlig kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Beitrag, den die Kunden entrichten müssen, ist allerdings sehr gering. Da die Tafeln nicht vom Staat unterhalten werden, ist diese Gebühr leider notwendig, da das Sammeln der Lebensmittel und der anderen Waren mit Kosten für die Betreiber einhergehen.